Dokumentationsarchiv Österreichischer Heimkinder

Einen späten Akt der Entschuldigung und eine Würdigung für seine herausragende Zivilcourage erfuhr kürzlich der 86-jährige Lustenauer Edwin Kremmel.  Er hatte im Jahre 1955 einen Pflegezögling des Lustenauer Versorgungsheims, eine behinderte junge Frau, die zur Strafe im Kerker weggesperrt war, unerschrocken befreit.
Sein beherztes und menschliches Handeln brachte ihm damals ein gerichtliches Nachspiel und großes Ungemach.
Unseren besonderen Dank gebührt
Herrn Vizebürgermeister von Lustenau Kurt Fischer und Frau Astrid Riedl
die besonders um unseren Wunsch einer Ehrung des Herrn Kremmel bemüht waren.



Im Frühjahr 2002 reiste der renommierte Filmemacher Joe Berlinger nach Wien, um Zeuge der Begräbnisbestände von über 700 behinderten Kindern zu werden. Die Opfer waren in der "Euthanasie" - Klinik Am Spiegelgrund im Rahmen des Nazi-Eugenik-Programms ermordet worden, von dem viele den Eröffnungsakt des Holocaust in Betracht ziehen.


Die SchreibmaschinentäterInnen

Die Wiener Jugendfürsorge
in den Jahren 1945 bis 1970
Gertrude Czipke



Beschlagnahmte Kinder

Kronen Zeitung 1973
ein Report
von
Reinald Hübl


Körperliche Züchtigung ist vor allem gemein, nur der Stärkere prügelt den Schwächeren und es ist selbstverständlich,
dass das Prügeln eine antisozialistische Sache ist. Sozialdemokraten dürfen ihre Kinder nicht schlagen.
(Zitat: 1929 Seite 21-Alois Jalkotzky, Wiener Sozialdemokratische Bücherei-Lasst uns von unseren Kindern reden)
Arbeiten mit vorgehaltenen Gewehr-Missbrauch-schwerste Misshandlungen usw. waren die Regel in den Erziehungsanstalten unter sozialdemokratisch geführter Jugendwohlfahrt. Wir berichten vom Österreichischen Heimkinderskandal der bis zum heutigen Tage andauert!
Dieses Archiv wurde notwendig da das Sozialministeriumservice sich in einer Seilschaft  unter Frau Dr.in Andrea Schmon-Dr. Sicka und Dr.Pankl weigert diese Beweismittel auszuheben und in diverse Verfahren für die Geschädigten einzubinden. Ausserdem begeht genau diese Seilschaft Rufmord an den Geschädigten durch abstreiten von Aussagen die angeblich von niemanden anderen ausgesagt wurden.
Genau das Gegenteil ist der Fall, nahezu völlig gleiche Aussagen der Geschädigten sind der Fall, es wird mit voller Absicht den Geschädigten weiterer Schaden zugefügt! Sippenhaft-Neutraumatisierungen-Gutachtermarathone und noch vieles mehr sind die derzeitige Regel beim Sozialministerium für die Geschädigten.
Ein weiterer Grund ist die ebenfalls geleistete Verweigerung der Akten durch die Wilhelminenbergkommission, die in ihren ENDBERICHT bekannt gibt, diese Akten sind nicht mehr auffindbar. Ständig wird in der Tagespolitik an Menschenrechte erinnert, wo bleiben die Menschenrechte für die Gefolterten im Heimkinderskandal......
Das angebliche Züchtigungsrecht

Es gibt heute noch genug Menschen die der Meinung sind das Schlagen von Kindern war in den Anstalten erlaubt und die Heimleitungen hatten das väterliche Züchtigungsrecht. Ein Züchtigungsrecht war zwar im bürgerlichen Recht zuerkannt jedoch im Jugendwohlfahrtsgesetz war Züchtigung zumindest ab 1954 bei Strafe verboten. Dr. iur. Helge Schmucker, Richterin im Strafrechtsbereich (Kommissionsmitglied Wilhelminenberkommission)  ist heute noch der Meinung das Züchtigen  war erlaubt. Wenn die Justiz selbst ihre Gesetze nicht kennt kann man sich vorstellen wie es den Geschädigten im Heimkinderskandal bei Beschwerden oder Anzeigen ergangen ist......